Lesen lernen

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 Lesen lernen - ein kompliziertes Unterfangen!

Viele Schüler tun sich mit dem Lesen schwer. Sie haben eine Abneigung gegen längere Texte - und gegen Bücher sowieso. Vielen ist das Lesen schon verleidet, bevor sie es überhaupt richtig können.

Die Gehirnforschung weiß immer noch nicht, wie genau Lesen nun funktioniert.
Was wir aber wissen: Lesen ist ein ungeheuer komplexer Vorgang.
Was wir auch wissen: Lesen können ist die vielleicht wichtigste Grundlage, um heutzutage überhaupt durchs Leben zu kommen.

Heinevetter bietet mit seinen "Lesespur-Serien" ein seit vielen Jahren bewährtes Materialpaket, um den Kindern den Einstieg in die Welt des Lesens zu erleichtern.
Das Arbeiten mit den Heinevetter-Lesespuren bedingt jedoch schon eine gewisse Lesefertigkeit.

Was ist aber mit den Kindern, die sich, vielleicht auch, weil sie einen Migrationshintergrund haben, mit dem Lesen lernen schwer tun und für die unsere Lesespuren vielleicht noch einen Tick zu kompliziert sind?

Dieser Frage sind auch Hans Brügelmann und Erika Brinkmann, zwei der wohl renommiertesten Grundschuldidaktiker*innen des Landes nachgegangen - mit dem Ergebnis:
Es gibt (bisher) keine didaktisch sinnvollen Einstiegsmaterialien für diese Kinder!

Umso mehr freuen wir uns, hier nun endlich Abhilfe schaffen zu können, indem Heinevetter nun die von Hans Brügelmann konzipierten und geschriebenen "Leseleichten Leseheftchen für Leseanfänger" herausgibt.

Nachfolgend wollen wir kurz auf beide Materialpakete eingehen ...
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  Was ist das Besondere an den "Leseleichten Leseheften"?  
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  „Eee-iii-neee geee-roo – was ist das denn?!“, fragt die sechsjährige Nora, als sie Mitte erster Klasse in einem Heft für Leseanfänger*innen die Überschrift „Eine große Überraschung“ zu entziffern versucht und am „ß“ hängen bleibt. Beim langen Wort „Überraschung“ mit dem unbekannten <Ü> am Anfang gibt sie dann ganz auf.

Für Kinder, die gerade erst das alphabetische Prinzip begriffen haben, ist Lesen ein schwieriges Geschäft. Leseanfänger:innen kommen deshalb oft mit gängigen Druckmaterialien nicht zurecht.
Aber gibt es im Handel nicht ein ständig wachsendes Angebot an „Erstlese“-Büchern, oft mit dem Aufdruck „leseleicht“ oder gar „zum Lesenlernen“? In der Tat ist der Markt fast unüberschaubar, wenn man ihn nach diesen Bezeichnungen sichtet. Nur: Tragen die Bücher und Hefte diese Werbehinweise zu Recht? Es lohnt, sich genauer anzuschauen, was der Buchmarkt für „Erstleser:innen“ anbietet. Hans Brügelmann und Erika Brinkmann haben dazu mehr als 450 Hefte und Bücher mit solchen Etiketten systematisch analysiert
Viele der Bücher haben 64 oder sogar 128 Seiten. Der Textumfang liegt im Durchschnitt bei mehr als tausend Wörtern. Welche Leseanfängerin traut sich diese Aufgabe zu – und kann sie diese mit ihren noch sehr begrenzten Fähigkeiten auch tatsächlich meistern? Auf einer einzelnen Seite haben die Kinder oft mehrere Sätze, also 20, 30 oder gar 50 Wörter zu lesen. [...]

Unsere Lesehefte haben nur 16 Seiten – und auf diesen Seiten wenig Text mit kurzen Sätzen und einfachen Wörtern. So können Kinder schon früh die hoch motivierende Erfahrung machen: „Ich habe ein ganzes Buch gelesen!“

Mit einem Klick auf das rechts nebenstehende Bild öffnet sich zu Ihrer Information, das gesamte Begleitheft als PDF-Datei.

 
   
    Auszüge aus dem Heft "Wer kann lesen?"  
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  Was und wie ist Lesespur-lesen?  
  Beim Vorlesen im herkömmlichen Klassenunterricht fürchten sich viele Kinder vor Bloßstellung, vor allem, wenn sie häufig korrigiert werden müssen. Aus lauter Angst, sich zu verlesen, entgeht ihnen der Sinn des Textes. Dass es so zum "Leseverleider" kommt, ist einleuchtend, denn was soll an einer Sache Spaß machen, bei der man nichts versteht? Die meisten LehrerInnen wissen um diese Zusammenhänge und suchen nach einem Ausweg. Doch in der Praxis stellen sich einige Probleme:

Wie soll man die Lesekompetenz überprüfen, ohne dass man Vorlesen lässt? Wie lässt sich korrektes Leseverständnis feststellen? Wie verhindert man beim stillen Lesen Ungenauigkeit? Wie können Lesebereitschaft und -freude bewahrt werden?

Heinevetters Lesespur-Hefte helfen bei diesen Problemen. Das Lesen verläuft hier ähnlich wie ein Postenlauf, siehe Leseprobe . Kurze Anweisungen zeigen dem Schüler auf einer Art "Indianerkarte" die Spur von Posten zu Posten, kreuz und quer durchs ganze Heft, und bestätigen ihm bei jedem Wegabschnitt, mit dem er sich dem Ziel seiner Abenteuerreise nähert, dass er richtig gelesen und verstanden hat. Liest der Schüler ungenau, dann wird er in die Irre geführt - zum Glück findet er aber mit Hilfe eines erläuternden Zusatztextes wieder auf die richtige Spur zurück. So fördern Lesespur-Abenteuer sinnverstehendes Lesen, Sorgfalt, Konzentration, logisches Schlussfolgern sowie Eigenständigkeit - und machen auch noch Spaß! Für die Kinder geschieht Lesespur-Lesen selbstkontrollierend; über das Kontrollblatt könnten LehrerInnen gleichwohl feststellen, wie ihre Schüler arbeiten.
Die Lesespur-Hefte lassen sich nur in etwa bestimmten Klassenstufen zuordnen. So könnten gute Leser bereits alle Hefte am Ende der ersten Klasse lesen (Ergebnis dank der Methode "Lesen durch Schreiben"), für weniger gute Leser wird das Interesse auch noch bis zur vierten Klasse geweckt. Der Unterschied liegt weder an der Textmenge noch Reihennummerierung: Serie A wurde zuerst gedruckt und ist deshalb nicht leichter/schwerer als Serie B oder C. Bei den Spürnase-Ausgaben wurden daher griechische Buchstaben in beliegiger Reihenfolge verwendet. Hingegen ist die "Spur" bei den Anfängerserien einfacher ("Geh zum Mann mit dem Hund.") als bei den Serien für Fortgeschrittene ("Geh in Richtung der aufgehenden Sonne.")

Alles klar?! Dann viel Freude beim Lesen!
 
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  Jedes Heft einer Lesespurserie beinhaltet eine Karte zum Aufklappen. Auf dieser erfährt der Leser, zu welchem Folgetext (mit Postennummern von 1 bis 26 durchnummeriert) er sinngemäß weiterblättern muss, um am Ende eine vollständige Geschichte zu erhalten.        
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