Lesespur

 

Was und wie ist Lesespur-lesen?

Viele Schüler tun sich mit dem Lesen schwer. Sie haben eine Abneigung gegen längere Texte - und gegen Bücher sowieso. Vielen ist das Lesen schon verleidet, bevor sie es überhaupt richtig können. Beim Vorlesen im herkömmlichen Klassenunterricht fürchten sie sich vor Bloßstellung, vor allem, wenn sie häufig korrigiert werden müssen. Aus lauter Angst, sich zu verlesen, entgeht ihnen der Sinn des Textes. Dass es so zum "Leseverleider" kommt, ist einleuchtend, denn was soll an einer Sache Spaß machen, bei der man nichts versteht? Die meisten LehrerInnen wissen um diese Zusammenhänge und suchen nach einem Ausweg. Doch in der Praxis stellen sich einige Probleme:

Wie soll man die Lesekompetenz überprüfen, ohne dass man Vorlesen lässt? Wie lässt sich korrektes Leseverständnis feststellen? Wie verhindert man beim stillen Lesen Ungenauigkeit? Wie können Lesebereitschaft und -freude bewahrt werden?

Heinevetters Lesespur-Hefte helfen bei diesen Problemen. Das Lesen verläuft hier ähnlich wie ein Postenlauf, siehe Leseprobe . Kurze Anweisungen zeigen dem Schüler auf einer Art "Indianerkarte" die Spur von Posten zu Posten, kreuz und quer durchs ganze Heft, und bestätigen ihm bei jedem Wegabschnitt, mit dem er sich dem Ziel seiner Abenteuerreise nähert, dass er richtig gelesen und verstanden hat. Liest der Schüler ungenau, dann wird er in die Irre geführt - zum Glück findet er aber mit Hilfe eines erläuternden Zusatztextes wieder auf die richtige Spur zurück. So fördern Lesespur-Abenteuer sinnverstehendes Lesen, Sorgfalt, Konzentration, logisches Schlussfolgern sowie Eigenständigkeit - und machen auch noch Spaß! Für die Kinder geschieht Lesespur-Lesen selbstkontrollierend; über das Kontrollblatt könnten LehrerInnen gleichwohl feststellen, wie ihre Schüler arbeiten.

Die Lesespur-Hefte lassen sich nur in etwa bestimmten Klassenstufen zuordnen. So könnten gute Leser bereits alle Hefte am Ende der ersten Klasse lesen (Ergebnis dank der Methode "Lesen durch Schreiben"), für weniger gute Leser wird das Interesse auch noch bis zur vierten Klasse geweckt. Der Unterschied liegt weder an der Textmenge noch Reihennummerierung: Serie A wurde zuerst gedruckt und ist deshalb nicht leichter/schwerer als Serie B oder C. Bei den Spürnase-Ausgaben wurden daher griechische Buchstaben in beliegiger Reihenfolge verwendet. Hingegen ist die "Spur" bei den Anfängerserien einfacher ("Geh zum Mann mit dem Hund.") als bei den Serien für Fortgeschrittene ("Geh in Richtung der aufgehenden Sonne.")

Alles klar?! Dann viel Freude beim Lesen!

  Jedes Heft einer Lesespurserie beinhaltet eine Karte zum Aufklappen. Auf dieser erfährt der Leser, zu welchem Folgetext (mit Postennummern von 1 bis 26 durchnummeriert) er sinngemäß weiterblättern muss, um am Ende eine vollständige Geschichte zu erhalten.